1993 wurde in Leipzig der bundesweit erste Universitätslehrstuhl für PR eingerichtet. Bis heute ist Leipzig die einzige Universität Deutschlands mit einem eigenen Studiengang für Public Relations und Kommunikationsmanagement.
Der LPRS wurde von PR-Studenten der Universität Leipzig gegründet. Er bietet eine Vielzahl zusätzlicher Veranstaltungen zu Themen der Kommunikation an, schafft Grundlagen für den Austausch von Wissen, baut gezielt Kontakte auf und unterhält Netzwerke zu Studenten anderer Hochschulen, Alumni, Wissenschaftlern, Agenturen und Unternehmen. - Und das europaweit.
"Mehr wissen, mehr kennen, mehr können.", Das ist nicht nur der Claim des LPRS, sondern auch der Anspruch seiner Mitglieder.

Die nächste Mitgliederversammlung findet am 10.01.2012 um 19 Uhr im Raum 201 NSG statt.
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Um auch die neuronalen Netze aufzuwärmen, bot Dr. Jan-Hinrik Schmidt (wissenschaftlicher Referent für digitale Medien und politische Kommunikation am Hans-Bredow-Institut) den Auftakt für das Samstags-Programm des 4. LPRS-Alumnitreffens mit einem Impulsreferat zum Thema „Das neue Netz – Öffentlichkeit im Wandel“. Dieses zeigte Ergebnisse einer Studie über verschiedene Trends im Internet. Dabei bezog er sich vor allem auf die veränderten Nutzungsweisen der User und den Ursachen für deren oft so sorglosen und unreflektierten Umgang mit Informationen.
1.) Identitätsmanagement
Für die Darstellung individueller Interessen, Erlebnisse, Meinungen und Kompetenzen etc. gibt es im Internet diverse Plattformen, beispielsweise Weblogs oder Videoportale wie YouTube.
2.) Beziehungsmanagement
Warum nutzen Menschen soziale Netzwerke? Der Hauptgrund ist das Pflegen von Beziehungen, wie etwa mit Freunden oder Bekannten in Kontakt bleiben sowie alte Freunde wiederfinden. Dabei dominiert das Motiv der Beziehungspflege bei Plattformen wie studiVZ genauso wie bei XING – trotz der unterschiedlichen Usergruppen.
3.) Informationsmanagement
Das aktive Informationsmanagement ist heutzutage nicht mehr alleinige Aufgabe des Journalismus, sondern wird durch aktive User beeinflusst, zum Beispiel bei Wikipedia oder Social News-Plattformen. Die Nutzer produzieren hier ebenso Medieninhalte und machen diese öffentlich, andererseits filtern sie auch Informationen und nehmen somit die Rolle eines Gatekeepers ein. Ähnlich wie bei „klassischen“ journalistischen Seiten gibt es bei den Blogs inzwischen ebenfalls einige wenige Angebote, die sich zu Meinungsführern entwickelt haben und ein großes Publikum erreichen – die sogenannte A-List.
Als zentral sah Schmidt den Aufstieg persönlicher Öffentlichkeiten im Web 2.0. Diese seien vor allem durch vier Kriterien gekennzeichnet: Sie sind persistent (d.h. im Netz auffindbar), durchsuchbar, replizierbar und besitzen ein unsichtbares Publikum. Dies führte den Referenten abschließend zur Debatte um die Grenzen der Privatsphäre im Netz – er bezeichnete das Social Web als eine Art „digitales Wohnzimmer“: Es ist zwar für jeden einsehbar, doch sollte es eigentlich als unhöflich gelten, wirklich hinzusehen. Er stellte jedoch auch heraus, dass man sich über die Routinen, Konventionen und Erwartungen im Umgang mit persönlichen Öffentlichkeiten erst noch verständigen müsse.
Dr. Jan-Hinrik Schmidt hatte sich kurzfristig bereit erklärt, die Keynote für den erkrankten Klaus Eck zu halten.
Christina Fluder