1993 wurde in Leipzig der bundesweit erste Universitätslehrstuhl für PR eingerichtet. Bis heute ist Leipzig die einzige Universität Deutschlands mit einem eigenen Studiengang für Public Relations und Kommunikationsmanagement.
Der LPRS wurde von PR-Studenten der Universität Leipzig gegründet. Er bietet eine Vielzahl zusätzlicher Veranstaltungen zu Themen der Kommunikation an, schafft Grundlagen für den Austausch von Wissen, baut gezielt Kontakte auf und unterhält Netzwerke zu Studenten anderer Hochschulen, Alumni, Wissenschaftlern, Agenturen und Unternehmen. - Und das europaweit.
"Mehr wissen, mehr kennen, mehr können.", Das ist nicht nur der Claim des LPRS, sondern auch der Anspruch seiner Mitglieder.

Die nächste Mitgliedersitzung findet im Wintersemester statt.
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Unter der Fragestellung „Quo vadis PR?“ veranstaltete der LPRS - Leipziger Public Relations Studenten e.V. am Freitag dem 13. Januar 2006 das 1. LPRS-Forum, bei der die Führung der drei deutschen PR-Verbände zusammen auftraten. Gemeinsam mit dem Leipziger PR-Professor Günter Bentele und dem Personalberater Christian Löcker diskutierten sie, wohin es denn mit der PR in den nächsten Jahren gehe.
Die Aufwertung der PR zeigt sich deutlich im Arbeitsmarkt. GK-Personalberater Christian Löcker damals: „Der Berufsbereich ist sehr robust und wächst wieder. Die PR ist ein Arbeitsmarkt in dem Absolventen wirklich Chancen haben, wenn sie engagiert sind. Der Rekrutierungsstau löst sich merklich.“ so der Personalberater. Dass es innerhalb der Kommunikationsbranche recht positiv aussieht, lässt sich unter anderem anhand des Verdienstanstieges der letzten zehn Jahre feststellen.
Als wichtigsten Trend innerhalb der Kommunikationsbranche nannten die ersten Podiumsgäste die zunehmende Bedeutung betriebswirtschaftlicher Fähigkeiten für den Pressesprecher. Auch Dr. Werner Süss, CEO von Vattenfall Europe Sales, der unter den Zuhörern saß, war der Meinung, dass in Zukunft die Wirtschafts- und Kommunikationswissenschaften näher aneinanderrücken müssen. Die Arbeit als Pressesprecher erfordere immer weniger eine ausschließlich gute Kommunikationsfähigkeit, sondern darüber hinaus immer mehr wirtschaftliches Verständnis. „Der Pressesprecher wird somit immer mehr zum Kommunikationsmanager, der einerseits kommunikatives know-how, aber andererseits auch Verständnis für die betriebswirtschaftlichen Belange aufbringt.“ so Süß.
Auf die Frage, welche Anforderungen ein Kommunikationsmanager mitbringen muss waren sich die Gäste einig. Großkurth erklärte, es sei besonders wichtig, dass der Bewerber über eine geistige Flexibilität und einen gewissen Grundintellekt verfüge. Da ständig neue Problemfälle auftreten, sei es besonders wichtig, sich schnell auf wechselnde Situationen einzustellen und diese bereits vorrausschauend zu betrachten. Aufgrund der Internationalisierung sei ein perfektes Englisch ebenfalls unverzichtbar. Trotz der Wichtigkeit außeruniversitärem Engagements sprach sich Schulze van Loon gegen „Kettenpraktika“ aus. „Praktikanten werden häufig als billige Arbeitskräfte eingesetzt. Die „Generation Praktikum“ übersieht aber dabei allzu häufig, dass nicht die Anzahl der absolvierten Praktika ausschlaggebend ist, sondern vielmehr deren Qualität und die Aufgaben die der Praktikant dabei tatsächlich übernommen hat“, so der GPRA-Präsident. Dass das Handwerk wichtig sei, bestätigte auch Munko, aber ebenso wichtig sei eine gute Allgemeinbildung sowie das Interesse für gesellschaftspolitische Veränderungen, wie auch für Veränderungen der Märkte und der Medien.
PR-Arbeit sollte nicht nur ein Job, sondern ein Beruf sein. „Leidenschaft ist wichtig!“, so Schulze van Loon und schloss ein strategisches Arbeiten, bei dem Methoden angewandt werden natürlich in keinster Weise aus. Daher bilde ein kommunikationswissenschaftliches oder sogar ein PR-spezifischer Studium eine gute Substanz. Löcker beschreibte: „Wir beobachten schon, dass inzwischen ein entsprechendes Studium von unseren Kunden immer öfter explizit gefordert wird.“ Dr. Bernd Schuppener, der als Gast zum LPRS-Forum gereist war, bestätigte, dass das theoretische Kommunikations-Wissen eine hervorragende Grundlage für die kontrollierte Kommunikation bilde. Da es in Zukunft immer wichtiger werde, kommunikative Erfolge mit entsprechenden Zahlen zu belegen, seien auch Kenntnisse über die verschiedenen Evaluationsmethoden zunehmend wichtig. Auch Bentele sprach von einem Entwicklungstrend hin zu einer „Profession neuen Typs“. Generell stellte die Professionalisierung innerhalb der Kommunikationsbranche einen weiteren Faktor dar. „Zwar gibt es immer noch viele Quereinsteiger und die wird es auch in den nächsten Jahren noch geben, aber das Interesse an speziell ausgebildeten PR-Fachkräften nimmt unverkennbar zu.“ so der PR-Professor.

Auch nach dem Ende der Veranstaltung ging der Austausch weiter und schnell waren sich alle Beteiligte einig, dass das LPRS-Forum einen festen Platz im PR-Kalender finden wird. An der Schnittstelle zwischen Verbänden, hochrangigen Praktikern, Berufseinsteigern und -aufseitgern sowie der Wissenschaft, sei der perfekte Nährboden für Visionen vorhanden. Hier sei der Raum für echten Dialog zwischen allen beteiligten Gruppen gegeben. Diese Chance solle auch zukünftig genutzt werden.
Für einen Großteil der Besucher war die Veranstaltung der Auftakt des ersten Leipziger PR-Alumni-Treffens, welches ebenfalls durch den LPRS organisiert wurde. Der LPRS baute dieses Netzwerk auf und schafft somit ein lebendiges Forum für Gespräche und Kontakte.