1993 wurde in Leipzig der bundesweit erste Universitätslehrstuhl für PR eingerichtet. Bis heute ist Leipzig die einzige Universität Deutschlands mit einem eigenen Studiengang für Public Relations und Kommunikationsmanagement.
Der LPRS wurde von PR-Studenten der Universität Leipzig gegründet. Er bietet eine Vielzahl zusätzlicher Veranstaltungen zu Themen der Kommunikation an, schafft Grundlagen für den Austausch von Wissen, baut gezielt Kontakte auf und unterhält Netzwerke zu Studenten anderer Hochschulen, Alumni, Wissenschaftlern, Agenturen und Unternehmen. - Und das europaweit.
"Mehr wissen, mehr kennen, mehr können.", Das ist nicht nur der Claim des LPRS, sondern auch der Anspruch seiner Mitglieder.

Die nächste Mitgliederversammlung findet am 10.01.2012 um 19 Uhr im Raum 201 NSG statt.
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Viel Diskussionsstoff gab es beim zweiten LPRS-Forum
„Management means communication.“ Diese provokante These stellte der LPRS – Leipziger Public Relations Studenten e.V. am Freitag, den 20. April 2007 beim 2. LPRS-Forum zur Diskussion. Vor rund 180 Gästen nahmen die Diskutanten Thomas Ellerbeck (Direktor Unternehmenskommunikation und Politik, Vodafone), Bernhard Fischer-Appelt (Fischer-Appelt Gruppe), Dr. Werner Süss, (Managing Director, Vattenfall Europe Sales), und Prof. Dr. Ansgar Zerfaß (Universität Leipzig) Platz.
Get Naked! stand in großen Lettern über dem Foto, das der Moderator der Diskussion, brand eins Redakteur Jens Bergmann, hochhielt. Foto?! In Zeiten von Web 2.0, Blogging und unbegrenztem Informationszugang für jedermann sei es für ein Unternehmen nicht mehr möglich, die Reputation und damit die öffentliche Meinung alleine top-down zu steuern. Daher müssten diese sich entblättern, sprich vollständig transparent sein. Dies sei in der Tat ausgesprochen wichtig, um die Menschen mitzunehmen, erläuterte Dr. Werner Süss. So sieht er als Manager nicht mehr nur die klassischen Risiken, sondern auch Kommunikationsrisiken, die es zu beherrschen gilt. Management sei risk-handling und damit sei völlig klar, dass die Steuerung von Kommunikations-Risiken eine zentrale Managementfunktion sei.
Dabei provozierte Bergmann gleich zu Beginn mit der Behauptung, Kommunikation sei doch allein mit gesundem Menschenverstand zu bewältigen. „Für die interpersonale Kommunikation im kleinen Kreis ist das zunächst richtig.“ entgegnete Zerfaß. Für die mediale Kommunikation reiche der gesunde Menschenverstand allerdings nicht aus. „Manager sollten zwar kommunikative Fähigkeiten besitzen, jedoch sind sie bei der Unternehmenskommunikation in ihrer Gesamtheit auf die Hilfe von Profis angewiesen.“ ergänzte Süss.

Heiß diskutiert wurde die Frage, wie sinnvoll die Personalisierung von Unternehmen sei. Bernhard Fischer-Appelt bedauerte die Scheu vor mutigeren Formen und Inhalten von Kommunikation. Einige Unternehmen hätten das Potenzial, mit ihrem CEO sogar einen „Kult“ zu erzeugen. „Als CEO in den Medien“, gibt Dr. Werner Süss zu bedenken „da geht es dir wie einem amerikanischen Filmschauspieler. Du bist kurz vor Paris Hilton.“ Thomas Ellerbeck betonte das dazu unabdingbare Vertrauensverhältnis zwischen Kommunikationsmanager und CEO und pflichtete bei, dass auf Positioning nicht verzichtet werden kann. Die Authentizität solle dabei jedoch an vorderster Stelle stehen – mit dem Wissen darum, dass die Presse nicht nur die von der Kommunikationsabteilung gewünschten Bilder macht.
Intern sind die Rolle der Kommunikation und die kommunikative Rolle des CEO sehr viel eindeutiger. Süss: „In Zeiten der Globalisierung und sich schnell wandelnder internationaler Märkte befinden sich Unternehmen oftmals im Dauerchange-Prozess“. Dies erfordere eine ausführliche Information der Mitarbeiter, da Umbrüche im Unternehmen nicht nur für die direkt Betroffenen von Bedeutung sind. Die Einbeziehung der Mitarbeiter in Managementprozesse durch interne Kommunikation darf nicht vernachlässigt werden. Thomas Ellerbeck erläutert: „Die interne Kommunikation hat ein Imageproblem, auch auf Grund falscher Eitelkeit von PR-Praktikern."
Am Ende waren sich die Diskutanten auf dem Podium im Hinblick auf die Eingangsthese einig. Um es mit Jens Bergmanns Worten auszudrücken: „Management means AUCH communication“. Aber klar war auch: Communication means management.