1993 wurde in Leipzig der bundesweit erste Universitätslehrstuhl für PR eingerichtet. Bis heute ist Leipzig die einzige Universität Deutschlands mit einem eigenen Studiengang für Public Relations und Kommunikationsmanagement.

Der LPRS wurde von PR-Studenten der Universität Leipzig gegründet. Er bietet eine Vielzahl zusätzlicher Veranstaltungen zu Themen der Kommunikation an, schafft Grundlagen für den Austausch von Wissen, baut gezielt Kontakte auf und unterhält Netzwerke zu Studenten anderer Hochschulen, Alumni, Wissenschaftlern, Agenturen und Unternehmen. - Und das europaweit.

"Mehr wissen, mehr kennen, mehr können.", Das ist nicht nur der Claim des LPRS, sondern auch der Anspruch seiner Mitglieder.

Christian Cordes
„LPRS & PR Salon? Diskussion und Kontroverse statt Selbstdarstellung und Langeweile. So macht es Spaß, aktuelle Themen zu diskutieren. Das Engagement der Studenten ist dabei außergewöhnlich - inhaltlich wie organisatorisch am Beispiel des umfassenden Netzwerk-Gedankens. Hier wird Bestes im Sinne der Sache geleistet.“
Christian Cordes
Director Corporate Identity, Public Affairs & Communications
Coca Cola Deutschland

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WISSENschafftPRAXIS: Zwischen gesellschaftlicher Verantwortung und Greenwashing: Corporate Social Responsibility bei Diageo – Bild 1 WISSENschafftPRAXIS: Zwischen gesellschaftlicher Verantwortung und Greenwashing: Corporate Social Responsibility bei Diageo – Bild 2

WISSENschafftPRAXIS: Zwischen gesellschaftlicher Verantwortung und Greenwashing: Corporate Social Responsibility bei Diageo

Datum: 09.06.2010
Referent: Marco N. Faes (Corporate Relations Director, Diageo Northern Europe)
Ort: Neues Seminargebäude, Raum 420
Uhrzeit: 19:00 Uhr

Mit Corporate Social Responsibility um Vertrauen werben

Mit zahlreichen Programmen zur sozialen Verantwortung der Branche arbeiten Premium-Spirituosenhersteller gegen die Gefahr eines negativen Images ihrer Produkte. Die Maxime lautet: Wenn sich die Alkoholbranche selbst reguliert, muss es die Politik nicht tun. Marco Faes vom Weltmarktführer Diageo erklärte bei den Leipziger Public Relations Studenten (LPRS), warum es sich lohnt, Kooperationen gegen den Missbrauch von Alkohol zu starten.


Seit Jahrtausenden ist der Alkohol Teil vieler Gesellschaften und wird von breiten Bevölkerungsschichten getrunken. Sich öffentlich für eine positive Rolle des Alkohols auszusprechen - das grenzt an ein Tabu.

Für Marco Faes, Corporate Relations Director beim weltgrößten Spirituosenhersteller Diageo, gehört dies zum täglichen Geschäft. Doch der Gegenwind ist stark. „Über Alkohol wird nur öffentlich debattiert, wenn es um Missbrauch geht“, sagt Faes. Flatrate-Partys und Exzesse mit Gewaltfolgen seien Thema in den Medien und später in der Politik. „Dass ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol auch Freude machen kann, wird nicht erwähnt.“

Faes befürchtet, dass es der Alkoholindustrie ergehen könnte wie der Tabakbranche: gesellschaftlich geächtet, durch strenge Gesetze teilweise aus dem öffentlichen Leben verbannt. Das würde sich nicht nur auf den Absatz von Diageo auswirken.

Statt einer gesetzlichen Einschränkung durch die Politik, beispielsweise im Bereich der Werbung, setzt Faes lieber auf freiwillige Selbstregulierung in der Branche. „Wir waren wahrscheinlich die Ersten, die einen Kodex für ein verantwortungsvolles Marketing von Spirituosen herausgegeben haben, das beispielsweise darauf achtet, dass Minderjährige nicht werblich angesprochen werden“, erklärt Faes. Wichtig sei, die Branche insgesamt einzubeziehen, damit es nicht bei einigen Einzelkämpfern bleibe.

Dazu initiiert Diageo gleich mehrere Kampagnen, die sich mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol auseinandersetzen. Die Grenzen definiert Faes so: „Welche Menge verantwortungsvoll ist, das ist ganz individuell. Aber zumindest hat doch jeder von uns ein Gespür dafür, ab wann der Konsum zu viel wird.“

Für das Unternehmen, das Marken wie Johnny Walker, Guiness, Smirnoff und zahlreiche andere Marken im Portfolio hat, ist dieser Aufruf zu mehr Maß beim Alkoholgenuss Teil einer nachhaltigen Unternehmensstrategie, weil die Kunden positive Erfahrungen mit dem Produkt machten und dem Anlass für öffentliche Kritik vorgebeugt würde.

Neben politischen Effekten sieht Faes in der Strategie zur sozialen Verantwortung von Diageo nicht zuletzt Vorteile für Aktionäre, die das Unternehmen bei starker Reputation auch finanziell besser bewerten würden. Darüber hinaus verwies er auf steigende Chancen bei der Rekrutierung von Mitarbeitern infolge einer besseren Reputation. Fazit: Es gibt handfeste Gründe, warum sich ein Spirituosenhersteller auch gesellschaftlich engagieren sollte. (Alexander Böhm)

VIDEO >> Zum LPRS Interview mit Marco N. Faes
http://www.youtube.com/watch?v=Vu5fOoKf8ao

FOTOS>>Zum Flick-Album mit Fotos von der Veranstaltung
http://www.flickr.com/photos/lprs/sets/72157624290813412/

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